Unter den Panzern, die während des Zweiten Weltkriegs im Rahmen des Lend-Lease-Programms in die UdSSR geliefert wurden, gab es sowohl geliebte als auch weniger geschätzte Modelle. Zu den unbeliebtesten gehörte der amerikanische M3 „General Lee“, von dem die Sowjetunion fast 1000 Stück erhielt. Die sowjetischen Panzerbesatzungen nannten ihn „Massengrab für sieben Mann“. Seine hohe Bauweise machte ihn besonders anfällig, und in Kombination mit schlechter Geländegängigkeit, klobigem Design und unzureichender Panzerung trotz umfangreicher Bewaffnung machte ihn dies wenig geeignet für die sowjetischen Gefechtsbedingungen.

Ähnlich kritisch wurden die britischen leichten Panzer „Valentine“ und die mittleren Panzer „Matilda“ gesehen. Beide Modelle zeigten unter sowjetischen Bedingungen erhebliche Schwächen.
Im Juli 1942, während eines Gegenangriffs der sowjetischen 5. Panzerarmee bei Woronesch, mussten viele der langsam beweglichen „Matildas“ aufgegeben werden, da sie sich als ungeeignet für offensive Operationen erwiesen. Ebenso tragisch war der Einsatz der „Valentines“ im August 1943 bei Spas-Demensk in der Region Kaluga. Dort erlitt das 5. mechanisierte Korps, das hauptsächlich mit „Valentines“ ausgestattet war, schwere Verluste durch deutsche Panzerabwehrartillerie. Dennoch wurden im Laufe des Krieges über 4000 „Valentines“ und „Matildas“ in die Sowjetunion geliefert.

Weit bessere Eigenschaften bewiesen die amerikanischen „Sherman“-Panzer, die ab 1944 an die Rote Armee ausgeliefert wurden. Diese Panzer, von denen mehr als 3600 Stück geliefert wurden, etablierten sich als zuverlässige Kampffahrzeuge. Auch der britische schwere Panzer „Churchill“ erwies sich als wertvolle Unterstützung, obwohl nur etwa 300 Exemplare an die Sowjetunion geliefert wurden. Während der Schlacht um Kursk im Juli 1943 war der „Churchill“ der einzige Panzer der sowjetischen Streitkräfte, dessen Frontalpanzerung einem Treffer des schweren deutschen „Tiger“-Panzers standhalten konnte.








